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"Kann das nicht jemand anders machen?!"

Open Lab Abend: Künstliche Intelligenz und Arbeit

Mit diesem Open Lab Abend richten wir unseren Blick auf das Thema Künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Aber was ist eigentlich KI? Wie wird KI unsere Zukunft verändern? Und wie wird sich KI auf unsere Arbeitswelt auswirken? Drei Projekte geben mit völlig unterschiedlichen Herangehensweisen Antworten.

03.Okt2019

Futurium

Der Eintritt ins Futurium ist kostenfrei.

Weitere Informationen:

  • Dauer:3 Stunden
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Der Comic-Essay "KI, wir müssen reden" bündelt die Sichtweisen der Datenwissenschaftlerin und Ökonomin Dr. Julia Schneider und die Sichtweise der graphischen Künstlerin Lena Kadriye Ziyal. Dabei behandeln sie Big Data, Feminismus, Datenkapitalismus, Inklusion oder datenbedingte Diskriminierung. Eine kritische Würdigung einer wegweisenden Technologie, die sich ebenso an Fachpublikum wie an KI-Neulinge richtet. (Link zum re:publica-Talk: https://19.re-publica.com/en/session/ai-art-i)

Die interaktive Kunstinstallation KI Orakel beschäftigt sich mit der Zukunft der Arbeit unter dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Auf immersive Weise wird sich hier mit den Herausforderungen autonomer Entscheidungsfindungen von KI auseinandergesetzt. Ziel des Kunstprojekts ist es, das Bewusstsein für das angesprochene Thema zu schärfen und die dazugehörige Komplexität zugänglicher zu machen, indem wir es persönlich erfahrbar machen.

Shirley Ogolla, Forscherin am Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft und Teil des Projektteams von collective no:topia, das hinter dem KI Orakel steht, betont, wie wichtig Aufklärung in Sachen KI ist: "Die Ablehnung gegenüber KI resultiert aus mangelndem Wissen. Und das wollen wir ändern." Die 26-Jährige setzt sich für ein besseres Verständnis der KI in der breiten Gesellschaft ein. Zugleich übt sie Kritik. Etwa dann, wenn KI diskriminierend sein kann – zum Beispiel beim Einsatz in autonomen Systemen im Personalmanagement. Im KI Orakel, einer begehbaren Box, werden Besucher*innen fiktiv gescannt. Im Anschluss spuckt die Maschine eine Job-Prognose aus. "Natürlich rein metaphorisch", sagt Ogolla. Und diese Ergebnisse können durchaus provokant und dystopisch sein.

Beim kooperativen Spiel paper/mirror bauen wir mysteriöse Strukturen. Die Spieler*innen schlüpfen in die Rollen von Robotern und Programmierer*innen – mit pantomimischen Gesten wird die Lösung kreativer Aufgaben gesteuert. Schnell wir dabei klar, dass wir uns einer Vielzahl unserer Handlungsmuster gar nicht bewusst sind. Mensch und Technik können nur gewinnen, wenn sie sich einander anpassen und ein Team werden.

Ablauf

17:00 - 17:45 Uhr Fishbowl Diskussion zu KI (Dt.)

17:45 - 19:15 Uhr FAQ AI Comic (Dt./ Eng.)

17:45 - 19:15 Uhr FAQ KI Orakel (Dt./ Eng.)

17:45 - 18:15 Uhr paper/ mirror (Dt.)

18:15 - 18:45 Uhr paper/ mirror (Eng.)

18:45 - 19:15 Uhr paper/ mirror (Dt.)
Bitte bringt Kopfhörer und Musik (Smartphone, MP3-Player etc.) mit!

19:15 - 20:00 Uhr Fishbowl discussion Artificial Intelligence (Eng.)

Workshopleitung

Das Kollektiv no:topia ist ein internationales, inklusives Künstler*innen-Kollektiv und steck hinter dem KI Orakel. Beim Open Lab Abend mit dabei sind: Shirley Ogolla (Forscherin am Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft) Vincenzo Werner (Konstruktionsdesigner) Moody Kablawi (Musiker, Sound- & Lichtdesigner).

Dr. Julia Schneider ist nicht nur Comic-Liebhaberin sondern auch unabhängige Beraterin für Künstliche Intelligenz, bei dem sie Unternehmen und Institutionen bei der Gestaltung ihrer Vorstellungen über Datenpotenziale, Anwendungsfälle und Geschäftsrelevanz unterstützt. Mit Lena Kadriye Ziya gestaltete sie gemeinsam den Comic „We need to talk, AI“.

Axel Watzke studierte Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und war Teil der Meisterklasse von Prof. Alex Jordan. 2005 gründete er zusammen mit Christian Lagé und Steffen Schuhmann das Design-Studio anschlaege.de.

Informationen

Veranstaltungsort: Futurium Lab
Eintritt: kostenfrei
eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Veranstaltungssprache: Deutsch / Englisch

Zugänglichkeit

Zukunft ist für alle da! Das Futurium möchte für alle Menschen zugänglich sein. Wenn es eurerseits besondere Zugangsbedürfnisse gibt, teilt sie uns gern mit, und wir versuchen sie zu erfüllen: info@futurium.de. Hier findet ihr alle Informationen zur Barrierefreiheit: https://futurium.de/de/barrierefreiheit

Fotos

Während der Veranstaltung werden Fotos und Videos gemacht. Wenn ihr nicht abgebildet werden wollt, meldet euch bitte vorab.