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Foto: Futurium

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Berliner Schüler*innen gestalten ihre Vision einer Stadt der Zukunft

Hoch hinaus und unter Wasser

Katapulte, die Menschen in die Luft schleudern, Lebenskuppeln im Meer, ein Seilbahn-Netz hoch über den Dächern: So stellen sich Berliner Schüler*innen die Stadt der Zukunft vor. Beim Parkaue-Projekt „Die klügere Stadt“ in Kooperation mit der Designagentur Studio Milz und dem Futurium gestalten sie ihre Visionen.

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Foto: Futurium

„Es schleudert Menschen in 200 Meter Höhe. Danach können die Menschen fliegen, wohin sie wollen“, erklären Vladimir, Dan und Daniel ihr Modell einer Smart City. Aus Holz, Leim und Plexiglas haben die drei die Menschenschleuder im Modelmaßstab geschaffen. Annika und Thu Phuong glauben, dass Landfläche mehr und mehr verschwindet und Menschen im Jahr 2050 unter Wasser leben. Große Kuppeln sollen die Städte der Zukunft vom Wasser trennen.

Das Futurium Lab war ein Ort von insgesamt sechs, an denen Schüler*innen Bausteine für die Stadt von morgen gelegt haben. Zur Seite standen ihnen Künstler*innen, Stadtplaner*innen und Programmierprofis. Eine Präsentation im Stadtpark neben dem Theater bildete den Abschluss des Festivals.

Keine Nägel, kein Kleber – nur Holz

Andreas Picker und Simon Deeg vom Studio Milz begleiteten die Schüler*innen des Manfred-von-Ardenne-Gymnasiums aus Lichtenberg bei der Ideenfindung im Futurium. Die beiden sind selbst Entwickler. Ihre Erfindung ist die Joyn Machine, eine intelligente Fräsmaschine, die es ermöglicht, Holzgerüste zu entwerfen und halbautomatisiert zu sägen. Schließlich müssen die Holzlatten nur noch ineinandergesteckt und mit Dübeln fixiert werden. Et voilà: eine Bank, ein Stuhl, eine Gerüst, aber keine Nägel, kein Kleber – nur Holz.

Vom Entwurf einer Holzstruktur über die Verarbeitung des Rohmaterials bis hin zur Herstellung von Holzteilen: Möglich wird dieses „All-in-one“-Konzept durch die enge Verknüpfung von Software- und Hardwarekomponenten, aber auch durch die Konstruktion des Werkzeugs selbst: Mit gerade einmal 100 Kilo ist die Joyn Machine transportabel.

Pavillon im Futurium Lab

"Wir glauben an eine Zukunft, in der Menschen und Maschinen zusammenarbeiten und Dinge produzieren können, die sie selbst benötigen – ob zuhause oder mobil", beschreiben die Macher ihre Vision. Der Zugang zu Produktionsmitteln soll demokratisiert werden.

Simon Deeg und Andreas Picker lassen derzeit für Showcase im Futurium Lab einen Pavillon entstehen. Dort werden Besucher*innen vom 5. September an Ideen architektonischer Gestaltung erfahren, die durch die "richtige Dosis Technologie" ermöglicht werden können.

Autor*in

Futurium