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Pressemitteilung

Eröffnung des neuen Themenschwerpunktes „On/Off-Beziehung“ im Futurium

Am 11. September 2026 eröffnet das Futurium seinen neuen Themenschwerpunkt „On/Off-Beziehung. Wie wir in Zukunft mit Technik zusammenleben“. Am Vormittag um 11:00 Uhr findet vorab ein Presserundgang statt. Zur Vernissage ab 18:00 Uhr erwartet die Besucher*innen ein vielfältiges Programm aus Performance, Gesprächen mit Künstler*innen und Expert*innen sowie interaktiven Formaten.

Exklusiv zur Eröffnung präsentiert die österreichische Künstlerin Silke Grabinger ihre Performance „CONVERGENCE: Eine Aushandlung“. Darin lässt sie ihren Roboterhund „Spot“ und einen Saugroboter in einem poetischen Tanz aufeinandertreffen und verschmelzen. Neue Ausstellungsbereiche im Denkraum Technik und Exponate wie die VR ICAROS-Flugsimulatoren sowie das Projekt „TECHnotOXIC“ des Künstlers Christian Fogarolli laden die Besucher*innen dazu ein, die On/Off-Beziehung zwischen Mensch und Technik auf vielfältige Weise zu erfahren.

Intelligente Maschinen, empathische Algorithmen, Gehirnimplantate und erweiterte Realitäten: Die Grenzen zwischen Menschen und Technik scheinen immer mehr zu verschwimmen. Was heißt es in Zukunft, Mensch zu sein? Wie werden sich unsere Sichtweisen und Überzeugungen verändern? Manche sehen in der rasanten technologischen Entwicklung den Anbruch eines goldenen Zeitalters, andere fürchten die Risiken. Wo ist also Vorsicht geboten und wo ist Zuversicht angebracht? All dem geht das Futurium in seinem neuen Themenschwerpunkt nach. 

 Dr. Stefan Brandt, Direktor des Futuriums

„Schon immer hatte die Nutzung von Technik Rückwirkungen auf die Menschen und ihr Bild vom Menschsein. Neu ist aber die Geschwindigkeit und Durchdringung, mit der Technologien wie z.B. Künstliche Intelligenz Teil unseres Alltags, unserer Entscheidungen und unseres Selbstverständnisses werden. Genau deshalb müssen wir uns fragen, welche Nähe wir künftig zu Maschinen wollen. Was gewinnen wir dadurch – und was geben wir ab? Wo schafft Technik neue Möglichkeiten, wo nimmt sie uns Handlungsspielräume? Wenn wir darüber nachdenken, wie wir in Zukunft mit Technik leben wollen, müssen wir freilich zunächst die schwierigste Frage von allen beantworten: Wer wollen wir selbst sein? 

Mit unserem neuen Themenschwerpunkt möchten wir diese Fragen gemeinsam mit unserem Publikum differenziert diskutieren und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Denn technischer Fortschritt ist kein Selbstzweck. Als Individuen wie als Gesellschaft sollten wir uns die gedankliche Freiheit nicht nehmen lassen, über den Einsatz und die Nutzung von Technologie selbst zu entscheiden. Das Futurium will seinen Beitrag dazu leisten, dass diese Entscheidungen informiert und reflektiert getroffen werden können.“ 

Nicole Schneider, Kaufmännische Geschäftsführerin des Futuriums

„Die Beziehung von Mensch und Technik zu erforschen, bedeutet für das Futurium, technologische Entwicklungen nicht nur zu zeigen, sondern auch Räume für eine offene und differenzierte Auseinandersetzung zu schaffen. Unser Themenschwerpunkt verdeutlicht, dass Zukunft nicht allein durch technische Innovation entsteht, sondern auch durch die Entscheidungen, Werte und Vorstellungen, die wir damit verbinden. Diesen Dialog zu ermöglichen und die verschiedenen Sichtweisen zusammenzubringen, ist etwas, das wir als Futurium gemeinsam jeden Tag gestalten.“

Neue Highlights in der Ausstellung und im Futurium Lab

Im neuen Ausstellungsbereich lädt das Futurium Besucher*innen ein, die oft unsichtbaren Seiten der Technologie zu erkunden und das Verhältnis zwischen Mensch und Technik neu zu denken. Von Rohstoffabbau und Datenstädten bis hin zu Künstlicher Intelligenz im Alltag wird deutlich wie Technologien unser Leben prägen – und wer hinter den Algorithmen steht.  Zu den Highlights der Ausstellung und im Futurium Lab gehören AMI, ein humanoider Roboter von Engineered Arts, sowie das Projekt „TECHnotOXIC“ des italienischen Künstlers Christian Fogarolli, der die unsichtbaren Verbindungen zwischen Mensch und digitaler Welt untersucht. Mit „Geborgte Sinne“ präsentiert das Futurium zwei immersive Installationen, die die menschliche Wahrnehmung erweitern: Das Projekt „Vielwelt“ – entwickelt in Kooperation mit dem Future Realities Lab der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) – entführt Besucher*innen für 15 Minuten auf ICAROS-Flugsimulatoren in eine Welt jenseits der menschlichen Sinne. Ergänzt wird das Erlebnis durch die interaktive Audiostation „Zwischentöne“, eine Zusammenarbeit mit dem Studiengang Musikdesign der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen (HfM Trossingen). Hier erschließen sich neue und spekulative Formen des Hörens.

Weitere Informationen zum Themenschwerpunkt hier.

Programm zur Vernissage
11. September 2026, 18:00-01:00 Uhr

Nach einer Einführung durch Futurium-Direktor Stefan Brandt präsentiert die Künstlerin Silke Grabinger mit ihrem Roboterhund „Spot“ und einem autonomen Saugroboter die Performance „CONVERGENCE: Eine Aushandlung“ – eine Zusammenarbeit zwischen Künstlerin, dem Zirkus des Wissens und der Johannes Kepler Universität Linz.
Darin lässt sie Mensch und Maschine künstlerisch miteinander in Beziehung treten.  In der Ausstellung können Besucher*innen im Denkraum Technik anschließend selbst ausprobieren, wie gut sie KI-generierte Bilder erkennen, und digitale Doppelgänger treffen – ein Projekt der Künstler*innen Rosi Pernthaller und Jim Kramer. Im Forum lädt der „Pillow Fight Club“ zu einer ungewöhnlichen Kissenschlacht über Selbstoptimierung, Gesundheitsdaten und den Umgang mit dem eigenen Körper ein. Auf der Bühne diskutieren Expert*innen unter anderem, wie intelligent generative KI wirklich ist, was Neurotechnologien mit unserem Körper machen und warum Menschen emotionale Beziehungen zu Maschinen entwickeln. Im Artist Talk gibt Christian Fogarolli gemeinsam mit Ausstellungsleiterin Gabriele Zipf Einblicke in sein Projekt „TECHnotOXIC“ und die unsichtbaren Verbindungen zwischen Mensch und digitaler Welt. Zum Abschluss treffen Zukunftsforschung, KI-Ethik, Neurotechnologie und Psychologie in der „WG-Küche“ aufeinander und diskutieren gemeinsam die Frage, wie eine lebenswerte Zukunft mit Technologie aussehen kann. Ein DJ-Set von doktor:WAFFEL sorgt ab 22:00 Uhr für den musikalischen Ausklang.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das gesamte Programm läuft von 18:00 bis 01:00 Uhr; Ausstellung und Futurium Lab sind bis 22 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen zum gesamten Vernissage-Programm hier.

Familientag 
12. September, 10:00-18:00 Uhr

Beim Familientag wird das Futurium zum lebendigen Experimentierfeld für alle. Besucher*innen von jung bis alt können die neuen Exponate und Ausstellungsbereiche entdecken und bei Führungen, Mitmachangeboten und Workshops selbst aktiv werden. Bei „Wilde Ideen für die Zukunft“ können bereits die Kleinsten ab vier Jahren eigene Zukunftserfindungen entwerfen und mit Stift, Papier, Lasercutter und Computer umsetzen. Im Family Open Lab erkunden Kinder ab zehn Jahren, wie Menschen und Maschinen künftig zusammenarbeiten könnten. Für einen spielerischen Perspektivwechsel sorgt der „Pillow Fight Club“, der Fragen rund um Gesundheitsdaten, Tracking und Selbstoptimierung in eine interaktive Kissenschlacht übersetzt. Beim Talk „KI für alle: Ein Realitätscheck“ geht es schließlich mit Dr. Theresa Züger um die Möglichkeiten, Grenzen und den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Ab 14:00 Uhr verwandelt sich mit DJ Don Andrés der Vorplatz am Nachmittag bei House, Disco, lateinamerikanischen Einflüssen und Funk in eine Tanzfläche. Ein kreativer Tag zum Tüfteln, Ausprobieren, Diskutieren und Feiern – und zur kritischen Reflexion unserer Beziehung zu Technik.

Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 
Weitere Informationen zum gesamten Familientag-Programm hier.