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Foresight Festival 2021 – Energiewende und Wertewandel im Fokus

How to Zukunft

Zukunft statt Zufall: Das Foresight Festival geht in die fünfte Runde und lädt Visionär*innen aus Forschung, Film, Medien, Kunst und Gesellschaft dazu ein, auf die großen Fragen der Zukunft Antworten zu finden. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr die Themen „Energie.Wende” und „Werte.Wandel”. Neu beim Festival: ein Verbund aus acht Hochschulen, ein rein digitales Programm und zwei Termine.

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Am 18. März steht in Kooperation mit dem Futurium die Energie der Zukunft im Fokus. Am 30. März geht es dann bei der Foresight-BMBF-Konferenz um Visionen zu Werten und Wandel.

„Die Bewegung von Fridays for Future hat uns unsere Verantwortung eindrücklich vor Augen geführt: Die globale Erderwärmung ist hausgemacht. Artenvielfalt, Wetter, aber auch gesundheitliche Instabilitäten wie Pandemien sind eng mit der Klimaschutz verbunden“, begründet Festivalleiterin Ilka Bickmann von science2public die Themenwahl. „Unser aller Umgang mit Energie ist wesentlich damit verbunden, wie es mit unserer Zukunft und diesem Ziel weitergeht. Das entscheiden wir mit.“ Zukunftsgerichtete Forschung und Gesellschaft müssten hier Hand in Hand arbeiten.

Hochschulen mit an Bord

In dieser Ausgabe des Foresight Festivals beteiligen sich gleich acht deutsche Hochschulen und eine Forschungseinrichtung an der Konzeption und Organisation des Festivals. „Gemeinsam haben Forscher*innen, Expert*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen mit Studierenden zum Thema Zukunftsforschung gearbeitet und entsprechende Formate für das Festival entwickelt“, sagt Bickmann. Die Planungsphase des Festivals wird durch eine öffentliche Ringvorlesung begleitet, die Einblicke in aktuelle Zukunftsforschung bringt und damit „Foresight Literacy“ aufbaut.

Neben dem Filmwettbewerb wird am 18. März und 30. März entsprechend jeweils das Thema „Energie.Wende” bzw. „Werte.Wandel” für die Teilnehmer*innen in Workshops und Projekten konkret bearbeitet. „Damit richtet sich das Foresight Festival in erster Linie an ein junges Zielpublikum, das mehr über Zukunft lernen und erfahren möchte“, sagt Bickmann. Ein ausgewiesenes Vormittagsprogramm richte sich etwa an Schulen als Alternativprogramm zum aktuellen eingeschränkten Schulalltag in Zeiten der Pandemie.

Zum Abschluss geht es dann auf die Couch zum großen Kurzfilmabend mit den besten zehn Kurzfilmen zu Energie der Zukunft, Gespräche mit den Forscher*innen und Filmemacher*innen, einem Live-Publikumsvoting und der großen Preisverleihung. „Grundsätzlich ist natürlich jeder, jede eingeladen, die sich für die Zukunft interessiert, und mehr dazu erfahren möchte, wie diese erforscht und gestaltet wird.“

Mach mit!

Bis zum 14. Februar 2021 können interessierte Visionär*innen aus Forschung und Film beim Call for Entries teilnehmen und Kurzfilme oder audiovisuelle Projekte zu den Themen „Werte.Wandel” und „Energie.Wandel” einreichen. Die Spots sollen mindestens 30 Sekunden und maximal 5 Minuten lang sein. Die jeweiligen Hauptgewinner*innen erhalten ein Preisgeld von je 2000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten je 1000 Euro. Zudem wird pro Kategorie ein Publikumssieger live gewählt, der einen Aufenthalt auf der energieautarken Insel Pellworm erhält. Mehr Infos zum Film-Wettbewerb findet ihr hier.

Future Fore… What?

„Warum gibt es das Fach Geschichte, aber nicht das Fach Zukunft an Schulen und Hochschulen?“ Mit dieser Frage bringt Ilka Bickmann die Bedeutung von Future Foresight und Future Literacy auf den Punkt. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dient das Festival als strategische Vorausschau für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre: Vor welchen Herausforderungen stehen Gesellschaften? Welche technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen kommen auf uns zu? Wie verändert sich unser Werteverständnis in der Zukunft?

Die universitäre Foresight-Forschung widmet sich solchen Fragestellungen, daraus entstehen unterschiedliche Zukünfte. „Die Foresight Literacy bringt Sicherheit im Umgang mit der Zukunft. Gerade in unsicheren Zeiten ist der Umgang mit Wahrscheinlichkeiten ein Geländer, und kann uns bei dem Entwerfen von Zukünften weiterhelfen“, so Bickmann. „Unsicherheit macht Angst, und Angst ist immer ein schlechter Berater bei Zukunftsfragen und Herausforderungen.“