Denkraum Natur

Mit der Kraft der Wüstensonne

Der Sonnenenergie gehört die Zukunft. Erst recht in den trockensten Regionen der Erde. „Noor“ – Licht – heißt das größte Solarkraftwerk der Welt, das derzeit in Marokko entsteht.

Solarzellen auf Dächern, an Gebäudefassaden oder auf Äckern sind rund um den Globus längst Energiealltag. Doch wie vielfältig die Kraft der Sonne in Zukunft in Strom, Wärme und Treibstoff verwandelt wird, erfährt, wer die riesige Baustelle nahe der Stadt Quarzazate im Süden Marokkos besucht. Hier – mitten in der trocken-heißen Geröllwüste – brennt die Sonne viele Stunden am Tag. Beste Bedingungen, um künftig über eine Million Menschen in der Region mit Strom zu versorgen.

Sonnige Aussichten

Schon 2020 soll es soweit sein. Dann werden alle drei Solarthermie-Kraftwerke und der Photovoltaik-Park ans Stromnetz angedockt sein. Das Besondere der vier Noor-Kraftwerke: Die Tageshitze wird in flüssigem Salz gespeichert, um die Marokkaner auch nachts mit Strom zu versorgen. Mehr über den größten Solarkomplex der Welt in unserer Bildergalerie:

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Das Großprojekt entsteht auf einer Fläche von 3 000 Hektar. Das entspricht in etwa einer Größe von 4 200 Fußballfeldern. Die Anlage spielt bei Marokkos Abschied von fossilen Energien eine große Rolle.

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Wasserdampf oder Flüssigsalz übertragen diese Hitze an eine Turbine am Boden, die Strom erzeugt. Pro Anlage sind es eine halbe Million Parabolspiegel, angeordnet in 400 Reihen.